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Johann Melchior Dinglinger

Hof-Juwelier in Dresden

* Biberach 26.12.1664

† Dresden 6.3.1731

 

1721. Oil on canvas,

149 x 110 cm.

The Hermitage,

St. Petersburg, Russland

Maria Susanna Dinglinger

4. Ehefrau von J. M.

* Biberach 26.08.1696

† Dresden 15.07.1726

 

1721. Oil on canvas,

148 x 113 cm.

The Hermitage,

St. Petersburg, Russland

Johann Melchior Dinglinger

Der virtuose Hofgoldschmied Johann Melchior Dinglinger

 

Johann Melchior Dinglinger wurde am 26.12.1664 in Biberach geboren. Nach seiner Lehre zum Goldschmied in Ulm ging er 1692 nach Dresden. Ein Jahr später folgten ihm seine Brüder Georg Friedrich und Georg Christoph nach Dresden. Man weiß nicht genau welche Rolle jedem einzelnen bei der Herstellung der wertvollen Prunkstücke zufiel, aber sicherlich war Johann Melchior die innovative und phantasievolle Kraft. Georg Friedrich (1666–1720) soll der Emailleur und Georg Christoph (1668–1728) der Juwelier und Goldschmied gewesen sein. Sie blieben stets seine engsten Mitarbeiter besonders Georg Friedrich.

Sie arbeiteten von Anfang an ausschließlich für Friedrich August den I. und kreierten die Juwelen und Insignien, die er bei der Krönung zum König von Polen im Jahre 1697 trug. Daraufhin wurde Johann Melchior 1689 zum Hofgoldschmied berufen. Bereits im 18. Jahrhundert war er so berühmt, dass sein Haus in der Grossen Frauengasse eine Touristenattraktion war.

 

Er gilt als einer der bedeutendsten Goldschmiede und Emailleure des Spätbarock. Seine Prunkwerke sind im Grünen Gewölbe  in Dresden fast vollständig erhalten. Seine einzigartigen Prunkschalen und Kabinettstücke, wie z.B. der "Hofstaat zu Delhi am Geburtstag des Großmoguls Aureng-Zeb" oder "Das Bad der Diana", ziehen jährlich mehr als 500.000 Besucher in ihren Bann.

 

Eau-forte; 15,5 x 11 cm

Signé et daté 1777

Legs Wittert (1903) Inventaire n° 5847